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Arenal«, sagt der Volksmund und meint damit die Playa de Palma,Spaniens größte geschlossene Feriensiedlung, die sich mit rund 250 Hotels und Pensionen zumeist einfacher Machart an dem fünf Kilometer langen Sandstrand zwischen den ehemaligen Fischerdörfern S'Arenal und Can Pastilla erstreckt. Pro Sommertag, sagt die Statistik, tragen hier Zehntausende ihre Haut zu Strande, baden, bräunen, dösen, flanieren, flirten, bevölkern Cafeterias, Biergärten, Pubs, Discos, Top und Topless-Bars. Sie sagen»Arenal« und meinen die kostbarsten Wochen des Jahres, den Urlaub. Manche sagen »Arenal« und meinen Mallorca. Andere sagen »Mallorca« und meinen Arenal. Alle haben die Chance, eine sattsam bekannte Insel neu zu entdecken. Denn wo Arenal endet, hebt Einsamkeit an. Das ist wie Szenenwechsel im Theater. Ein paar hundert Meter landeinwärts von Strand und Palmenpromenade, gleich hinter den letzten Hotels, Eisbuden und Boutiquen, beginnt knisternde Stille aus Duft und Dornen: die Macchia mit Pinien, Mastix und Ginster, mit dichtem Wildwuchs von Zistrosen, Lavendel und Rosmarin. In sanften Kurven schlängelt sich die Straße an den Mauern weit flächiger Landgüter entlang, schwingt sich gelegentlich über Bodenwellen und gibt den Blick auf geduckte Steinbauten, bäuerliche Geräteschuppen frei, manchmal auch auf ein herrschaftliches Landhaus. Rummel und Ruhe liegen auf Mallorca nahe beieinander.Zwölf Kilometer nur fährt man aus dem Rummel in die Ruhe, aus der Urlaubshektik in die Gelassenheit des mallorquinischen Alltags.
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