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Erstellt: Januar 2004

Friesland Mai 1996

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Im Mai 1996 war es dann endlich wieder soweit. Wir fuhren nach Holland. Für zwei Wochen hatten wir diesmal die “Christine” von De Navigator gechartert. Das Wetter hatte diesmal alles zu bieten. Von sehr kalt bis sehr warm. Wir haben große Strecken zurückgelegt und sehr viel Spass gehabt.

Unser Urlaubsgebiet befindet sich in Holland/Friesland. Erreichbar über die Autobahn Köln-Oberhausen-Arnheim. Von Frankfurt/Main ca. 450 Km entfernt.

Der Arbeitsplatz de Skippers ist eher einfach.
Der nächste Müllcontainer ist schon voraus zu sehen ;-)

Der Skipper ist der wichtigste Mann an Bord. Er steuert das Schiff und hat alle Verantwortung.
Und man konnte Ihn fragen wann man wollte.
Er wusste immer wo die Müllcontainer stehen. Ich weiss auch nicht warum.

Während das Personal sich eine schöne Zeit machte..........

.......stand der Skipper auf der Brücke und navigierte das Schiffe durch schwieriges Gewässer. Gedankt wurde es ihm nicht.

Diesmal zog es uns zuerst nach Stavoren. Eine schöne kleine Stadt am Ijjselmeer mit mehreren Yachthäfen. Wir fanden einen schönen Liegeplatz direkt vor der Seeschleuse an der Insel. Dort hat man den besten Blick auf die einfahrenden Schiffe. Es sind hier nicht mehr nur Yachten sondern auch kleine Windjammer und vor allem die typischen Plattbodenschiffe zu sehen.

Die Seeschleuse in Stavoren gibt die Fahrt ins Ijjselmeer frei. Es ist sehr viel Betrieb, wie man sieht. Aber selten geht es hektisch zu, wenn es auch in der Schleuse sehr eng ist und es einem schon recht komisch vorkommt wenn das Wasser einströmt und die ganzen Boote ineinander geschoben werden. Wir haben das Ganze erst ein Jahr später ausprobiert und es funktioniert sehr gut.

Das Ijjselmeer.
Ein paar Schritte über den Deich und schon sieht die Welt ganz anders aus. Das Wasser ist grün statt vorher braun und der ganze Horizont ist voller Segel.
Ein toller Anblick.

Ein kleiner feiner Sandstrand zieht sich hier entlang.
Im Sommer bestimmt eine tolle Sache.

Wir fuhren wieder ins Land zurück. So zwischen Sneek und Bolsward ins Groote Gastmeer. Da waren wir noch öfter. Dort gibt es die schönsten freien Anleger. Hier kann man kostenlos festmachen und in freier Natur übernachten. Das ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.
Wir hatten das erste Mal so richtiges Traumwetter. Es waren 29 Grad und wir fühlten uns super.

Am nächsten Tag machten wir in Workum fest und schlenderten durch die engen Gassen. Wir haben uns Fisch geholt den man in Holland fast überall direkt im Geschäft zubereitet bekommt. Aufgewärmt in der Pfanne schmeckt er hervoragend. Direkt frisch ist es eine Delikatesse.

Lemmer - die Stadt am Ijjselmeer war auch wieder einmal unser Ziel. Dummerweise machten wir, wie das Jahr zuvor, im Yachthafen ausserhalb Lemmer fest und hatten somit einen reichlich langen Fussweg bis in die Stadt. Direkt in die Stadt zu fahren erfordert etwas fahrerisches Können da die Brückendurchfahrten und die Liegeplätze sehr eng sind. Ein Jahr später lagen wir mitten in der Stadt und zwar genau vor dem Haus mit den blauen Markisen.

Wir wollten mal die nordwestliche Seite Frieslands kennenlernen und so fuhren wir Richtung Norden. Das schöne Wetter war schneller vorbei als wird dachten. Es kam Regen auf und die Temperatur sank innerhalb 30 Minuten von 22 auf 8 Grad.
Wir machten in Warten im Yachthafen fest. Der Hafenmeister war sehr nett und besorgte uns noch passende Adapter für unseren 220 Volt Bordanschluss. Die Heizung musste die ganze Nacht laufen und die Batterien können auch mal ein bisschen Futter gebrauchen.
Der Himmel abends nach dem Unwetter war fantastisch.

Am nächsten Morgen ging es durch die enge aber traumhaft schöne Ortsdurchfahrt von Warten über Leuwarden nach Harlingen an der Nordsee.
Als wir dort nach mehrstündiger Fahrt ankamen trauten wir unseren Augen nicht. Der Hafen war brechend voll. Wir machten erstmal an einem anderen Segler fest. Gingen an Land und machten uns auf die Suche nach dem Hafenmeister.

Den fanden wir auch irgendwann. Er öffnete für uns diese kleine Brücke und so konnten wir in den hinteren kleinen Yachthafen einfahren. Das Wasser war so flach, das wir im Bereich der Brückendurchfahrt aufsetzten. Nicht schlimm aber es hätte nicht sein müssen.

Das war unser Liegeplatz. Sehr gepflegt und ruhig.
Harlingen gefiel uns so gut, das wir 2 Tage und Nächte dort blieben.
Wir wären sowieso nicht weggekommen.
Aus irgendeinem Grund wurde die Seeschleuse geöffnet und das Wasser im Binnenland sank. Wir merkten das daran, das unser Schiff sich nicht mehr bewegte. Wir sassen auf Grund.
Wir warteten den nächsten Morgen ab und wenn man am Schiff zog bewegte es sich wieder. Der Hafenmeister musste uns die Brücke öffnen und wir fuhren gaanz laangsam und vorsichtig aus dem engen Hafen.

Harlingen ist eine wunderschöne Stadt mit alten Kapitäns - und Lagerhäusern. Zu Essen gibt es hier alles. Fisch, Steak und vor allem asiatische Küche.
Dann fanden wir noch heraus, warum der Hafen so voll war.
An dem Tag an dem wir ablegten fand auf der Nordsee eine grosse Regatta statt. Gleichzeitig war am Wochenende noch ein grosses Shanty - Festival.

Von Harlingen fahren auch die grossen Fähren zu den Nordseeinsel wie Terschelling oder Schiermonnikook. Hier ist richtig Betrieb.
Von der langen Fahrt und dem engen Hafen mal abgesehen ist Harlingen wirklich eine Reise wert.
Wir fuhren wieder über Leuwarden zurück und dann waren die 2 Wochen auch schon wieder vorbei.
 

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