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Webdesign © Stefan Wilhelm
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Friesland Sommer 2006
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In diesem Sommer hatten wir uns ein ganz besonderes Schiff ausgesucht. Die Sirius vom Typ “Barkas 930”. Wunderschön, geräumig genug für uns drei und mit einer geringen Höhe. Gechartert hatten wir das Schiff bei Veldman Yacht Charter in Sneek. Hier bekommt man gehobene Qualität zu einem noch vernünftigen Preis.
Mit allen nötigen Instrumenten ausgerüstet die man braucht ist die Sirius, ein recht neues und sehr gepflegtes Schiff. Zudem verfügt sie hinten über eine Persenning, so das man auch bei Regen und auch starker Sonne draussen sitzen kann.
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Es war Samstag der 01.07.2006 gegen 14:00 Uhr als wir in Sneek bei Yachtcharter Veldman ankamen. Dort wurden wir von der Familie Veldman sehr freundlich empfangen und nachdem wir die notwendigen Formalitäten erledigt hatten, konnten wir ein gepflegtes blitzsauberes Schiff übernehmen. Da lag sie nun in der warmen Sonne, die Sirius, und wieder mal freuten wir uns wie die kleinen Kinder. Es war sehr warm an diesem Tag (27 Grad) und wir kamen beim beladen des Schiffes ordentlich ins Schwitzen. Es sollte die nächsten Tage noch wärmer werden. Nachdem alles an Bord war machten wir uns auf den Weg über den Houkesloot Kanal links auf den Prinses Margietkanall durch das Sneeker Meer und dann rechts nach Teherne/Akkrum ins Koude Maag. Dort machten wir an einem Marrekrite Anleger für die Nacht fest. Es war ein wunderschöner warmer Sommerabend und der Wind frischte auf. Wir fühlten uns pudelwohl.
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Sonntag 02.07.2006 Morgens nach einem ausgedehnten Frühstück legten wir ab und fuhren bei Traumwetter über das Sneeker Meer östlich durch das Heerengat und weiter nach Süden über Goingarijpster Poelen in den Norder-Oudeweg. Dort wo die Betonnung des Langwerder Wielen beginnt, geht es links in die Joustersluis nach Joure. Vorsicht bei der Einfahrt in die immer offene Schleuse. Erstens ist diese sehr eng und zweitens sollte man sich vorsichtig herantasten um sicher zu stellen, das nicht gerade ein Schiff entgegen kommt. Wir machten direkt bei der Windmühle in Joure fest und begaben uns auf den Weg zu einer Besichtigung. Der Ort war bei der Hitze wie ausgestorben und auch wir machten uns bald auf den Rückweg. Der Imbiss am Passantenhafen wurde geentert und es gab Frikandel Special mit Pommes. Göttlich.
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Frisch gestärkt fuhren wir dann über den Langwerder Wielen südöstlich in den Scharster of Nieuwe Rjin bis in das Tjeukemeer. Die künstlich aufgeschüttete Insel Marchjepolle ist dort unser Ziel. Wir zwängen uns dort in den wirklich letzten Liegeplatz. Es war Sonntag und bei dem Traumwetter war alles auf dem Wasser was irgendwie schwimmt. Was uns hier erwartete hatten wir nicht gedacht. Ein wunderschöner Sandstrand, feiner weißer Sand. Das Wasser flach abfallend. Also ab in die Badeklamotten und erstmal schwimmen und vor allem abkühlen. Südliche Urlaubsstimmung machte sich breit und wir genossen es. Gerade für unseren kleinen Sohn war das eine willkommene Abwechslung. Gegen Abend legte dann ein Boot nach dem anderen ab und so waren wir bald fast ganz alleine. Die Sonne ging langsam unter. Das Kind schlief. Das Bier war kalt.
Was will man mehr !
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Montag 03.07.2006 Morgens ging es zurück über den Scharster of Nieuwe Rjin nach Langweer in den Passantenhafen. Neben der engen Einfahrt liegt ein alter dänischer Fischkutter in rot. Von dort aus bekommt man vom Hafenmeister einen Platz zugewiesen. Wir hatten uns dort mit Familie Erich Bäcker verabredet. Der Treffpunkt war eigentlich ein Marrekrite Liegeplatz im Langwerder Wielen, aber der Platz im Hafen war so schön, das wir Erich Bäcker anriefen und ihn baten rüberzukommen.
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Dienstag 04.07.2006 Etwas benommen von der kurzen Nacht verabschiedeten wir uns von den beiden Bäckers und legten ab. Nach der Nacht war kein Bier mehr da und einkaufen mussten wir ohnehin. Also fuhren wir über den Janesloot Kanaal nach Sneek. Dort konnten wir jederzeit im Yachthafen von Veldman Yachtcharter festmachen. Praktisch. Das Auto genommen, in Sneek zu Aldi gefahren und eingekauft. Ausserdem war die Halterung des linken vorderen Fenster lose, was vor Ort sofort instandgesetzt wurde.
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Es wurde immer heisser. Es waren mittlerweile schon 32 Grad und so hatten wir keine grosse Lust mehr weit zu fahren. Wir fuhren wir von Sneek aus gerade über den Prinses Margriet Kanaal und fanden im Sneeker Meer an der Insel Greate Griene einen wunderschönen Marrekrite Liegeplatz. Die Badeleiter wurde ausgeklappt. Zum schwimmen war es hier traumhaft.
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Ein wunderschöner Platz. Wir bauten an diesem Abend unseren kleinen mitgebrachten Fernseher auf. Fussball WM. Deutschland spielt gegen Italien und verliert. Schade.
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Mittwoch 05.07.2006 wir wollten mal wieder nach Grouw. Über das Sneeker Meer und den Prinses Margriet Kanaal führt der Weg dorthin. Wir machten im Yachthafen fest. Die Toiletten und Waschräume sind hier eine Katastrophe. Grouw ist ein netter kleiner Ort mit engen Gassen. Wer viel Trubel haben will ist hier richtig. Die Preise sind recht hoch angesetzt. Wirklich gut, aber nicht ganz billig ist das Fischgeschäft direkt in der Einkaufsstrasse. Hier gibt es sehr guten Kibbeling. Die Hitze ist kaum mehr auszuhalten. 34 Grad und kein Wind mehr. Wir sitzen mit hochroten Köpfen auf unserem Schiff. Nachts gab es dann ein Gewitter und morgens war es endlich kühler.
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Donnerstag 06.07.2006 Morgens regnet es noch. Das ist sehr angenehm. Nachdem es im laufe des vormittags aufhörte zu regnen gingen wir noch in Grouw einkaufen. Es war bereits Mittag und wir hatten Hunger. Wir nahmen im Restaurant “De Wappen von Grouw” draussen Platz und haben dort wirklich leckere Pfannkuchen gegessen. Ansonsten dort grosse Auswahl und nette Bedienung. Nachmittags legten wir erst ab. Wir wollten aus dem Trubel raus und eine ruhige Nacht verbringen. Über einen ruhigen Schleichweg ging es vom Sneeker Meer aus über den Goingarijpster Poelen süd westlich in den Vrisegrasssloot. Dann über Langstaatenpoel und Jentjemeer unter den zwei niedrigen und engen Brücken hindurch in den Flammensrakken bis zu dem schönen Marrekrite Anleger oberhalb des Langwerder Wielen. Dort verbrachten wir bei angenehmen Temperaturen einen schönen Abend.
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Freitag 07.07.2006 Morgens sieht es nach Regen aus: Wir fahren über den Langwerder Wielen - Janessloot Kanaal in den Johann Friso Kanaal. An der Jelteslootbrug mogeln wir uns an den wartenden Schiffen vorbei und fahren mit unserem niedrigen Schiff unter der geschlossenen Brücke durch. Weiter links nach über Nauwe Wijmerts nach Woudsend in den schönen Yachthafen “De Rakken” den wir noch vom letzten Jahr kennen. An der Zugbrücke im Eet Cafe “Grand Cafe Watersport” mal wieder leckere Speckpfannkuchen gegessen. Die Sonne kam auch wieder zum Vorschein und es war nicht mehr so heiss.
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Samstag 08.07.2006 An diesem Tag wollten wir nach Koudum. da waren wir noch nie. Leinen los und ab ins Heeger Meer.
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Es war sehr schönes Wetter mit ordentlich Wind. Weiter ging es über Fluessen und dann rechts der Betonnung folgend Richtung Koudum. Ein enger Kanal führt dorthin wobei auch eine 2,6 Meter hohe Brücke durchfahren werden muss. Ein Willkommen Schild steht am Ortseingang. Das war es dann aber auch. Danach nur noch Schilder “Anlegen verboten” “Nicht anlegen” usw.. Zu all dem Ärger nach der langen Fahrt wanderte die Nadel der Kühlwasseranzeige gegen Rot. Also beschlossen wir wieder zurück zu fahren. An der niedrigen und engen Brücke fuhren wir langsam um nicht links oder rechts anzuschrammen. Das Boot kam gut und mit etwas mehr Gas ging es unter die Brücke. In unserem Ärger über das unfreundliche Koudum und das zu heisse Kühlwasser hatten wir nur etwas entscheidendes Vergessen. Mit lautem Krachen zerbarst unser Mast an der Betonbrücke. Auf dem Hinweg hatten wir ihn noch abgeklappt. Die 500.- € Kaution war damit weg. Aber alles Ärgern half nichts. Der Motor wurde zu heiss und so fuhren wir 4 Stunden lang mit niedriger Drehzahl nach Sneek zu Veldman Yachtcharter.
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Es war bereits 19:00 Uhr als wir bei Veldman ankamen. Über den demolierten Mast war keiner begeistert. Hilfe war hier auch am Samstag Abend sofort zur Stelle. Vater und Sohn Veldman kontrollierten den Motor und das Kühlsystem. Machten Probefahrten und fanden nichts. Vielleicht auch nur deshalb, weil Herr Veldman als allererstes ca. 3-4 Liter Kühlflüssigkeit nachgefüllt hatte. “Das macht nichts” meinte er. Er wusste bis dahin nicht, das ich mal KFZ-Mechaniker gelernt hatte und wusste das dies sehr wohl was “macht”. Na ja. Der Schaden war damit behoben und die Temperatur war von nun an normal. Uns wurde auch ein anderes Schiff angeboten. Die Apollo, so ein 12 Meter langes “Bügeleisen” was wir dankend ablehnten. Guter Service !
Wir verbrachten die Nacht im Yachthafen von Veldman.
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Sonntag 09.07.2006 Es war etwas regnerisch und sehr windig heute. Wir wollten noch mal nach Langweer. Von Sneek aus waren wir in einer knappen Stunde dort. Bei dem starken Wind von der Seite hatten wir in Langweer etwas Probleme in unsere zugewiesene Box zu kommen. Es war Sonntag und der Hafen war voll. Der Fischwagen aus Joure steht hier immer am Wochenende. Was für eine glückliche Fügung. So guten Fisch hatten wir schon lange nicht mehr gegessen. Italien wird an diesem Abend Fussball Weltmeister.
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Montag 10.07.2006 - Dienstag 11.07.2006 Wir hatten uns bereits den Abend zuvor überlegt, das wir in der ganzen Zeit unserer Friesland Urlaube erst einmal Sneek besucht hatten. Das wollten wir heute nachholen. Wir fuhren von Langweer aus über Flammensrakken in den Goingarijpster Poelen und Sneeker Meer zu Veldmans Yachtthafen. Dann erstmal mit unserem Auto zum Einkaufen. Wir waren Mittags kurz vor der Brückenpause in Sneek vor der Oppenhuizerbrug. Wir rechneten damit, das viele Boote vor der Pause Sneek verlassen und wir so wenig Probleme haben würden in der Innenstadt einen Liegeplatz zu bekommen. So war es dann auch. Die Passage durch die Innenstadt ist sehr schön. Es sind noch drei Brücken zu durchfahren. Die van Harinxmabrug, Woudvaartsbrug und die Lemmerbrug. Nach der Lemmerbrug ist rechts direkt der Sneek Waterpoort, Das Wahrzeichen der Stadt.
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Wir fanden einen schönen Liegeplatz mit Stromversorgung direkt vor dem Waterpoort und beschlossen Montag und Dienstag in Sneek zu bleiben.
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Viele Strassencafes laden zum verweilen ein. Bei dem ganzen Trubel gibt es hier immer reichlich zu sehen.
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Es gibt hier unzählige Geschäfte. Wir haben noch nie so viele in einem Ort auf einmal gesehen. Man kann hier wirklich Stunden verbringen und hat noch nicht alles gesehen. Erstaunlich ist, das sich hinter den kleinen Häuserfassaden ganze Kaufhäuser verbergen.
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Mittwoch 12:07.2006 Wir wollten noch mal nach Woudsend und den Urlaub so langsam ausklingen lassen. In dem hervorragenden Yachthafen “De Rakken” konnte man schön Duschen gehen und für das leibliche Wohl ist hier auch gesorgt. Wir sahen das in dem Fischgeschäft von Woudsend in einem kleinen Nebenraum ein paar Tische aufgestellt waren. Hier wollten wir heute Abend essen gehen. Als wir gegen 18:00 Uhr dort ankamen mussten wir feststellen das alles voll war. Wir bekamen nach einer kurzen Wartezeit (Glück gehabt) noch einen Tisch und haben dort das wohl beste Zanderfilet unseres Lebens gegessen. Wir können dieses kleine Restaurant wirklich nur empfehlen. Für alle die es ausprobieren möchten. Hier ist die Adresse und Telefonnummer zum Reservieren.
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Die alte Sägemühle von Woudsend
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Und hier sind noch 2 Video Links zum Bootstyp “Barkas 900”. Der Tipp kam von Thomas Moseler der auch mit seiner Familie und zwei Kindern regelmäßig in Friesland Bootsurlaub macht. Wer will kann sich hier richtig Lust auf’s Bootsfahren holen.
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Video 1
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Video 2
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